Kapitel 1
Es ist verdammt lange her, als ich von meiner Heimatinsel im Pazifik davon getrieben wurde. Es gab einen fürchterlichen Sturm, meinen Eltern retteten die Habseligkeiten unserer Familie und ich spielte auf einem Holzstamm Kapitän auf hoher See. Plötzlich kam eine riesige Welle und die erfasste meinen Stamm und spülte mich hinaus.

Nun wurde aus meinem Spiel plötzlich ernst, meine Heimatinsel verschwamm am Horizont und ich war allein auf hoher See. Tagelang trieb ich dahin, derSturm legte sich und ich bekam einen unbändigen Hunger. Um mich herum sah ich viele Fische, aber ich war viel zu klein und schwach um welche fangen. Noch schlimmer war der Durst. Ihr wißt ja sicher, dass man salziges Seewasser auf keinen Fall trinken darf.
Ich wusste ich würde es nicht mehr lange ausshalten. Ich bekam Angst. Angst davor niemals wieder meine Eltern zu sehen niemals wieder etwas zu essen oder zu trinken zu haben aber voralem hatte ich Angst vor dem Nichts vor dem Schwarz vor dem Tod. Alles begann sich zu drehen Meer und Himmel verschmolzen in einander ich wusste nicht mehr wo und und oben ist. Bis es kam. Dass was ich am meisten Fürchtete das Schwarz. Das Nichts.
Ich hörte Stimmen. Ganz leise drangen sie an mein Ohr. Es schien als würden die Stimmmen aus großer Entfernung kommen. Erst waren es nur Buchstaben die ich erkennen konnte dann hörte ich Wörter und irgentwann auch Sätze. Ich wollte noch nicht meine Augen öffnen. Ich hatte Angst. Angst davor tot zu sein. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und öffnete meine Augen.
Erst das linke Auge, ich sah nichts, dann das Rechte. Oh je, ein finsteres Gesicht war nur ein paar Zentimeter entfernt. Ich schrie auf, jemand packte meine Haare, offenbar noch ein Zweiter hielt mir den Mund zu. Ich war hilflos. Als ich aus meiner nächsten Ohnmacht wieder aufwachte war ich gefesselt und hatte einen Knebel im Mund. Ich öffnete vorsichtig die Augen, da sah ich vier Gestalten in einem schäbige Raum, offenbar spielten sie irgendein Brettspiel. Mir war schlecht, alle Muskeln taten weh und ich mußte mich gleich übergeben. Offenbar war ich auf einem Schiff, der Raum schwankte hin und her. Mhhmmmpf, Mhhmmmpf, Mhhmmmpf, machte ich möglichst laut, aber sie hörten mich nicht. Erst als ich mich hin und warf wurden sie aufmerksam.Einer stand langsam auf und kam auf mich zu. Verzweifelt versuchte ich klar zu machen, dass ich fast erstickte. Er kam dicht an mich heran, da sah ich in ein paar dunkle Augen, er sagte leise zu mir, wenn du versprichst nicht zu schreien, mach ich den Knebel ab. Verzweifelt nickte ich. Er löste das Tuch und nahm den Knebel raus. Es würgte mich, ich heulte und die Tränen liefen mir runter. Er sagte mir, hör zu, ich bin Samuel, wenn Du vernünftig bist wird dir nichts passieren. Seine Haut war sehr dunkel, dadurch leuchtete das weiß seiner Augen etwas unheimlich. Ich sah einen etwa 15 jährigen Jungen vor mir, der plötzlich gar nicht mehr so furchtbar aussah.Als ich mich langsam beruhigte standen die anderen Drei auf und und setzen sich um mich herum. Es waren zwei Mädchen und noch ein Junge. Mir liefen die Tränen in Bächen herunter und ich ich würgte an meiner Übelkeit und schämte mich, ich muß furchtbar ausgssehen haben.
